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Aktuelles

 

Herzlich willkommen im Frankfurter Kinderbüro

Gewalt an Kindern ist verboten

text erziehungBildungsdezernentin Sarah Sorge verurteilt jede Form der Gewaltanwendung gegen Kinder
„Es gibt keine Rechtfertigung von Gewalt an Kindern. Alle Kinder haben in Deutschland das verbriefte Recht auf gewaltfreie Erziehung. Hier darf kein Kind geschlagen werden – auch nicht ein bisschen oder nur manchmal, sondern nie!", so Bildungsdezernentin Sarah Sorge.
Artikel 19 der auch in Deutschland gültigen UN-Kinderrechtskonvention gewährt Kindern den Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung und Verwahrlosung. Doch damit nicht genug. Deutschland ist am 2. November 2000 einen wegweisenden Schritt gegangen: Seitdem ist im Bürgerlichen Gesetzbuch das Recht auf gewaltfreie Erziehung eindeutig geregelt. Dort heißt es unmissverständlich: ‚Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig (§ 1631 (2) BGB).'

Gewalt - egal in welcher Form sie ausgeübt wird - darf nicht verharmlost werden. Und auch Kinder in Frankfurt sind von Gewalt, Demütigung und Vernachlässigung betroffen: In der Frankfurter Kinderumfrage 2012 berichteten 8% der Frankfurter Kinder, dass sie in der Familie selten positives Erziehungsverhalten erfahren. Diese Kinder und Jugendlichen erfahren es zum Beispiel nie oder selten, dass ihnen zugehört wird, dass sie getröstet werden oder gerecht behandelt werden.

Kinder und Jugendliche suchen fast immer die Schuld bei sich, wenn ihre Eltern oder andere Erwachsene sie schlecht behandeln. Sie müssen immer wieder innere Konflikte zwischen ihren positiven Gefühlen (z.B. ‚Meine Eltern haben mich lieb') und den negativen Gefühlen (z.B. ‚Das war nicht gerecht', ‚Das hat mir weh getan') aushalten und mit sich aushandeln. Sie übernehmen viel zu häufig die Verantwortung für das Verhalten von Erwachsenen. Kinder und Jugendliche leiden sehr unter ihren Schuldgefühlen und unter dem schlechten Verhalten der Erwachsenen.

Insbesondere zum Recht auf gewaltfreie Erziehung erhält das Frankfurter Kinderbüro erschütternde Einblicke in das Leben und die Alltagswelt der Kinder. Bezogen auf Körperstrafen berichten knapp Dreiviertel der Kinder davon, dass sie von ihren Eltern einen Klaps, eine Ohrfeige oder aber auch Schläge erhalten, für ein Verhalten, das ihre Eltern nicht gutheißen, für frech halten.

In der Kinderrechtsarbeit des Kinderbüros wird den Kinder und Jugendlichen vermittelt, dass sie nie ‚schuld' am Verhalten des Erwachsenen sind: Auch wenn sie etwas falsch gemacht haben, hat niemand das Recht sie seelisch oder körperlich zu verletzen.

Doch wie gewaltfrei erziehen? Eltern werden bei der Ausübung ihrer Erziehungspflicht in Frankfurt nicht allein gelassen. Mittlerweile im vierten Jahr startet das Frankfurter Kinderbüro und der Kinderschutzbund Frankfurt die Kampagne ‚Stark durch Erziehung'. Am 24. April 2015 (14-17 Uhr) fällt der Startschuss der diesjährigen Kampagne an der Hauptwache. Durch ein breites Bündnis von Beratungs- und Hilfeangebote werden Eltern aufgeklärt, beraten und unterstützt im gewaltfreien Umgang mit ihren Kindern.